Sargans Gonzen – Felssturz beschädigt Kletterrouten
SBV-ASGM
Am Montag, 15. Juni 2026, zirka 20 Uhr, ereignete sich an der Gonzenwand oberhalb von Sargans ein Felssturz. Durch den Felssturz wurden zwei Kletterrouten beschädigt.
Am Montagabend donnerten etwa 500 m3 Fels ab einer Höhe von rund 1530 Metern aus der Gonzenwand in Richtung Schutzwald. Der Ausbruch zerbarst während des Sturzes durch die Felswand. Die zersplitterten Trümmer mit einem Durchmesser von ein bis zwei Metern kamen zum grossen Teil am Wandfuss auf einer Höhe von 1200 Metern zum Stillstand.
Die Begutachtung des Felssturzes durch den Geologen David Imper (Heiligkreuz-Mels) ergab, dass keine weitere Bedrohung vorhanden sei. Der Gonzenwald erfüllte seine Schutzfunktion und erlitt einen eher geringen Schaden. «Das liegen gebliebene Geröll dürfte sich kaum mehr bewegen, selbst Starkregen würde nur noch den eingefangenen Staub abwaschen. Zudem ist das Potenzial des betroffenen Waldgebiets noch nicht ausgeschöpft, es vermag noch weitere Blöcke aufzufangen.» Einzig an der Felswand könne es sein, dass noch ein, zwei Steine nachgeben, die bislang liegengeblieben sind. «Aber ein bestimmtes Restrisiko ist an einer Felswand wie am Gonzen nie von der Hand zu weisen.»
Kletterrouten «Dr’ Füürsetzer» und «Metronom» beschädigt
Die Nachschau durch den Kletterer Daniel Benz (Sargans) ergab, dass die beiden Kletterrouten «Dr’ Füürsetzer» und «Metronom» durch den Bergsturz vermutlich teilweise beschädigt sein dürften. Die beiden Kletterrouten befinden sich im unteren Teil der Gonzenwand in der Sturzbahn des Felssturzes. Es ist davon auszugehen, dass die Sicherungspunkte und Standplätze beschädigt wurden.
Von einer Begehung Kletterrouten «Dr’ Füürsetzer» und «Metronom» wird abgeraten!
